SHI Mingde, Chinesischer Botschafter in Berlin

SHI Mingde, Chinesischer Botschafter in Berlin

„The Belt and Road Initiative, in Deutschland auch als die Neue Seidenstraßen-Initiative bekannt, die der chinesische Staatspräsident Xi Jinping im Jahr 2013 publik machte, erfährt seitens der internationalen Gemeinschaft breite Unterstützung. Als eine Initiative für die überregionale wirtschaftliche Zusammenarbeit betont sie die ausschlaggebende Rolle der Unternehmen, die dienende Rolle des Staates, die Regeln des Marktes, die internationalen Standards, sowie das Prinzip des gemeinsamen Verhandelns, gemeinsamen Aufbaus und gemeinsamen Nutzens.

Diese Seidenstraßen-Initiative ist eine Ergänzung zum Globalisierungsprozess und zur bestehenden globalen Wirtschaftsordnung. Sie bezeugt Chinas umfassende Öffnung nach außen und seine konsequente Einbindung in die globale Governance. Zudem macht sie deutlich, dass China sich gänzlich in das bestehende globale System einordnet. Sie dient keineswegs als Instrument einer chinesischen Geostrategie, sondern stellt eine Plattform der offenen, integrativen und pragmatischen Zusammenarbeit dar. Die jeweiligen Anrainerstaaten sind sämtlich sowohl Teilhaber als auch Baumeister und Nutznießer, die gleichberechtigt den Gewinn teilen und zum wechselseitigen Vorteil zusammenarbeiten.

Die Seidenstraße ist ein gewaltiges und langfristig angelegtes Projekt. China wird sich gemeinsam mit allen Beteiligten bemühen, Dialoge und Konsultationen im Sinne der Offenheit, der Integrität und des gemeinsamen Nutzens zu fördern. Damit kann diese Initiative mehr Früchte tragen und einen größeren Beitrag zur Entwicklung der Weltwirtschaft leisten. Ich erwarte, dass die Initiative von der deutschen Öffentlichkeit objektiv aufgenommen und gerecht bewertet wird. Die chinesische Seite begrüßt die Gründung des BVDSI und unterstützt dessen Ziele, sowie Aktivitäten und hofft, dass beide Seiten mit vereinten Kräften eine noch engere Zusammenarbeit entfalten.

Senator Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Bremen

Bremen ist seit jeher ein international ausgerichteter Wirtschafts- und Handelsstandort. China spielt dabei nicht nur aufgrund des Volumens der gehandelten Waren und der Bedeutung für die bremischen Häfen eine herausragende Rolle. Mehrere hundert Bremer Unternehmen sind heute in China aktiv und auch deutlich über einhundert chinesische Unternehmen haben ihren Sitz in Bremen. Hinzu kommen enge Beziehungen unserer Universitäten und Hochschulen zu ihren chinesischen Partnern. Insofern beobachten wir die Initiative „One Belt, One Road“ der chinesischen Regierung natürlich intensiv, insbesondere um Chancen zur Partizipation an diesem Megaprojekt zu nutzen. Die Gründung des BVDSI mit Sitz in Bremen begrüße ich daher außerordentlich und bin sicher, dass der Verband viele positive Impulse für die deutsche und natürlich auch die bremische Wirtschaft erzeugen wird.

Senator Guenthner
Prof. Dr. Rudolf Hickel

Prof. Dr. Rudolf Hickel

„Die Wiederbelebung der Seidenstraße von Zentralasien und Ostasien bis nach Deutschland über moderne und vernetzte Landwege ist heute schon mehr als eine faszinierende Vision. Die logistische Verknüpfung unterschiedlicher Transportlinien hat schon begonnen. Die logistische Megaaufgabe, insbesondere die, die unterschiedlichen politischen Voraussetzungen und ökonomischen Interessen, verlangen eine kreative Koordination. Ein wichtiger Baustein aus deutscher Sicht mit europäischer Dimension ist die Initiative Seidenstraße. Ihr kommt die Moderation der unterschiedlichen Interessen und übergreifenden Widerstände zu. Dieses Innovationsprojekt verdient die Unterstützung der Wirtschaft, der Politik und zukunftsweisenden Wirtschaftswissenschaft.“

Folker Hellmeyer, Chefanalyst SOLVECON

Das Projekt „One Belt, One Road“ (OBOR), das die Seidenstraße inkludiert, ist aus Sicht der kommenden Dekade das bedeutendste Wirtschaftsprojekt auf globaler Ebene. Dieses von China in weiten Teilen vorfinanzierte Infrastrukturprojekt von Moskau bis Peking über die Tigerstaaten bis Arabien und den afrikanischen Kontinent wird vom Westen unterschätzt. Für Deutschland und die Eurozone, mit unserem exportseitigen Geschäftsmodell, ist eine angemessene Teilhabe zur Wohlstandswahrung unerlässlich. Entsprechende Politikausrichtungen seitens der Staaten der EU sind mehr als überfällig. Umso mehr begrüße ich die Gründung des Bundesverbands BVDSI, um diesem Thema die längst überfällige Bedeutung zu geben.

folker-hellmeyer
Ole von Beust - Ehem. Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Ole von Beust, Ehem. Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

„Die Stärke der deutschen Wirtschaft fußt auf einem erfolgreichen Außenhandel. Das wird nur so bleiben, wenn man neue Entwicklungen und mögliche Partner rechtzeitig erkennt und sich darauf einstellt.
Mögen manche noch das Projekt Seidenstraße als folkloristisch belächeln, tatsächlich wird die Idee von der größten Volkswirtschaft der Welt, China, planmäßig verfolgt. Das bietet für die deutsche Wirtschaft in Hinblick auf Logistik und die Handelsbeziehungen zu Ländern auf dieser Route eine große Chance. Wir sollten sie nutzen und nicht durch Bedenken oder Bürokratie gefährden. Ganz nebenbei: Das zu tun ist schon immer die Quelle wirtschaftlicher Kraft der Hansestädte gewesen“

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