Chinas neue Seidenstraße

Chinas neue Seidenstrasse

Chinas neue Seidenstraße

Chinas neue Seidenstraße: Mit hohen Milliardeninvestitionen will China ein Netz von Handelswegen nach Europa und Afrika bauen. Das Ziel: Der Transport chinesischer Waren auf ausländische Märkte soll unter chinesischer Kontrolle stattfinden. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK will sich am Montag in Berlin mit der Frage befassen, wie deutsche Firmen profitieren können, wie Wirtschaftsreporter Johannes Frewel berichtet.
Die Seidenstraße, das war einst ein Netz von Karawanenstraßen zwischen dem Mittelmeer und Ostasien. Chinas Pläne, eine neue Seidenstraße zu bauen, sind ein brachiales Statement einer aufstrebenden Wirtschaftsmacht. Umgerechnet 900 Milliarden Euro will das Land investieren, um auf zahlreichen Handelswegen nach Afrika und Europa die Kontrolle über strategisch wichtige Investitionen zu übernehmen.

Neue Piplines, Kraftwerke, Straßen, Eisenbahnlinien, Häfen und Flughäfen stehen auf dem Investitionsplan der Chinesen. Investiert wird ohne Regulierung, ohne Sozialstandards und ohne Ausschreibung. Der Wunsch der deutschen Wirtschaft: Sich dennoch ein Stück vom lukrativen Auftragskuchen abzuschneiden.

Der Reporter

Johannes Frewel
Wirtschaftsreporter

Die nach dem Marshallplan größte Investition ist längst im Gange. In Griechenland übernahmen chinesische Investoren den defizitären, aber wichtigen Handelshafen Piräus als Drehscheibe für Exporte nach Europa. Dass wirtschaftliche Macht auch politische Macht bedeutet, zeigte sich kurz darauf. Griechenland blockierte bei der UN eine EU-Stellungnahme zu Menschenrechtsverletzungen in China.

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